Die Universität J. W. Goethe in Frankfurt

Die Universität J. W. Goethe in Frankfurt

Lage Frankfurt
Fassade
Jahr 2008
Foto von Die Universität J. W. Goethe in Frankfurt von Pietre di Rapolano

Wahlverwandtschaften des Travertins

Die Universität J. W. Goethe in Frankfurt

Eine gesamte Fassadenseite aus Travertin schmückt das neue Gebäude des Campus der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt – der auch für die Mensa der Hochschule verwendet wurde.

Das Projekt des Architekten Ferdinand Heide sah die Umsetzung einer hinterlüfteten Fassade aus Travertin vor. Es handelte sich um ein schwieriges Unterfangen, da das ausgewählte Material nichts weniger als ein öffentliches Gebäude schmücken sollte, weswegen besonders strenge Qualitätsstandards angewendet wurden.

Foto von Die Universität J. W. Goethe in Frankfurt von Pietre di Rapolano

Die Wahl von Travertin

Zunächst wurden daher Tests durchgeführt, um die mechanische Festigkeit, die Belastbarkeit bei Frosteinwirkung und die Stabilität bei starkem Wind zu prüfen.

Nach diesen Vorarbeiten wurde eine in Bezug auf die Größe dem Originalgebäude entsprechende Probewand ausgeführt, wobei die ästhetischen und maßlichen Anforderungen der Projektplanung mit den tatsächlich herstellbaren Platten verglichen und die Grenzen bei der Farbvielfalt festgelegt wurden, innerhalb derer die Auswahl der Platten als akzeptabel beurteilt wurden.

Ziel war es, die Endkosten zu optimieren, ohne dabei die Ästhetik zu beschneiden. Es wurde beschlossen, alle Farben, die man in den Steinbrüchen von Rapolano findet, zu verwenden und nur die hellsten und dunkelsten Platten auszusortieren.

Foto von Die Universität J. W. Goethe in Frankfurt von Pietre di Rapolano

Anschließend wurde mit den Stücken eine Komposition für den Entwurf der Fassade angefertigt, mit der man eine optimale Anordnung der aus den Steinblöcken geschnittenen Platten erreichen wollte. Das Modell wurde im Werk für die gesamte Dauer der Produktion verwendet und das Muster an der Baustelle während der Montage der hinterlüfteten Fassade aus Stein aufgestellt.

Das Ergebnis ist eindrucksvoll: Auf der mächtigen Fassade treten die Farben und Texturen der ländlichen Toskana hervor, die das Gesamtbild der Architektur bestimmen.

Die Entscheidung für Travertin war auch aus technischer Sicht optimal, da die Stadt Frankfurt einem kontinentalen Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern ausgesetzt ist, wogegen Travertin eine ausgezeichnete Widerstandskraft aufweist.

Die Fassadenplatten wurden mittels einer Metallkonstruktion mit dem Gebäude verankert und schaffen zwischen dem Gebäude und der Fassade einen Luftvorhang.

Weitere Fotos zu diesem Projekt

In diesem Projekt verwendete Materialien

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